Einkommensrunde 2012: 6,5 Prozent sind fair!
Der dbb geht in die Einkommensrunde 2012 mit Bund und Kommunen mit einer Kernforderung von 6,5 Prozent mehr Einkommen bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die Gremien des dbb haben diese Forderung am 9. Februar 2012 nach ausführlicher Diskussion einstimmig beschlossen.
Dieses Einkommensplus soll sowohl für Arbeitnehmer, als auch für Beamte gelten!
Mit dieser Forderung wird zweierlei erreicht: Die vorzüglichen Leistungen der Beschäftigten im Bund und bei den Kommunen werden angemessen honoriert und zugleich wird der Öffentliche Dienst zukunftsfähig gestaltet.
6,5 Prozent sind fair,
- weil der Öffentliche Dienst in den vergangen Jahren Einkommensverzicht geübt und Reallohnverlust verzeichnet hat. weil den Öffentlichen Dienst schon jetzt Nachwuchsprobleme plagen. Wird hier nicht jetzt das Ruder herumgerissen, verliert der Öffentliche Dienst den Wettbewerb um die besten Köpfe gegenüber der Privatwirtschaft für lange Jahre.
- weil Inflation und steigende Lebenshaltungskosten bei Gütern des täglichen Bedarfs das Einkommen schmälern.Insbesondere die niedrigeren Einkommensgruppen leiden unter dem Anstieg der Verbraucherpreise.
- weil sich sonst der Einkommensrückstand zu den Tarifbereichen der Privatwirtschaft weiter vergrößert.
Der dbb mit seinen Mitgliedsgewerkschaften fordert also 6,5 Prozent mehr Einkommen, mindestens jedoch 200 Euro und für Auszubildende 100 Euro mehr Einkommen.
Befristete Arbeitsverträge in der Sozialen Arbeit – Fortbildungsreihe der Evangelischen Jugendsozialarbeit
Befristete Arbeitsverträge in der Sozialen Arbeit nehmen zu. Nicht nur in der Jugendarbeit sind sie mehr und mehr anzutreffen. Rückschließen lässt sich aus diesem Phänomen, dass die Finanzierung notwendiger Angebote zur Lösung sozialer Probleme immer mehr in einen Projektcharakter überführt wird. Die Evangelische Jugendsozialarbeit hat mit Mitteln aus dem Europäischen Sozialfond eine Fortbildungsreihe gestartet. Sie beschäftigt sich nicht nur damit, welche Auswirkungen befristete Arbeitsverträge auf die Betroffenen haben, sondern wie Personalverantwortliche verantwortungsbewusst damit umgehen können. Auch die Produktionsbedingungen Sozialer Arbeit werden thematisiert.
Das detaillierte Programm, Termine und Anmeldeformulare finden Sie unter:
http://www.ejsa-bayern.de/kategorie/continuous-link
Treffen mit der Münchner Sozialreferentin Brigitte Meier
Am 9. Dezember 2011 traf sich der 1 Vorsitzende. Herr Dr. Winfried Leisgang zusammen mit Christian Lohwasser (Vertreter der Betriebsgruppe des DBSH im Sozialreferat) mit der Sozialreferentin Frau Brigtte Meier und deren Stellvertreterin, Frau Angelika Simmeth. Dabei wurden folgende Themen besprochen:
- Quereinsteiger in den Kitas und die Ausbildung der Erzieherinnen
- die geplanten Neuregelungen im SGB VIII
- die Sitation in der Bezirkssozialarbeit in München
In einer sehr offenen Atmosphäre wurden die verschiedenen Standpunkte ausgetauscht, bei denen sich immer wieder Übereinstimmungen zeigten. Als Ergebnis des Gepräches kann festgehalten werden:
- Die Verkürzung der Erzieherausbildung und eine bessere Kooperation zwischen den den Fachakedemien, den Hochschulen für Soziale Arbeit und den pädagogischen Hochschulen wird befürwortet.
- Die Neuregelungen im SGB VIII erfordern aus berufspolitischer Sicht eine Diskussion der Identiät der Sozialen Arbeit (Stichwort Therapeutisierung der Jugendarbeit).
- Die ganzheitliche Problemsicht und Arbeitsweise der Bezirkssozialarbeit in München soll aufrechterhalten und gestärkt werden.
Steuersenkungen nicht auf Pump!
Während der Schuldenstand des Staates mittlerweile die zwei Billionen (!) Grenze überschritten hat, bereitet die Bundesregierung eine Steuersenkung vor. Nach dem Milliarden-Steuergeschenk an die Hoteliers soll nun der Otto Normalverbraucher davon profitieren. Allerdings würden Bürgern mit geringem Einkommen gerade mal 49 Euro jährlich und Spitzenverdienern 360 Euro im Jahr an Steuern erspart. Lohnt sich dafür der Aufwand?
Wenn man bedenkt, dass alleine der Bund pro Jahr 40 Milliarden für Zinsen aufbringen muss und sich im nächsten Jahr noch einmal mit 26 Milliarden neu verschulden will, dann fragt man sich schon, warum überhaupt eine Steuersenkung vorangetrieben wird. Deshalb lehnt auch der dbb eine Steuersenkung ab.
Wenn man noch einige weitere harte Fakten hinzuzieht, dann sind eigentlich ganz andere Maßnahmen gefordert.
Das statistische Bundesamt hat festgestellt, dass sich die Armut in Deutschland verfestigt. Dies bedeutet, dass derjenige, der einmal in die Armutsfalle geraten ist, in der Regel nicht mehr aus ihr herauskommt.
Daneben spricht die OECD von einer sich immer weiter öffnenden Schere zwischen Arm und Reich in der Bundesrepublik. Noch nie waren die Reichen so reich und die Armen so arm in den letzten zwanzig Jahren.
Drittens moniert der Rechnungshof in Bayern, dass alleine dem Freistaat wegen zu wenig Steuerprüfungen im Jahr eine Milliarde an Steuern entgehen.
Dies bedeutet:
- Keine Steuersenkung auf Pump, die beim Einzelnen ohnehin keinen Effekt erzielt.
- Die Steuerfahndung muss unverzüglich besser ausgestattet werden. Es kann nicht angehen, dass dem Staat Milliarden an Steuern entgehen und im Gegenzug im sozialen Sektor gekürzt wird.
- Ausbau der sozialen Sicherung, die Armut bekämpft und eine menschenwürdige Teilhabe am gesellschaftlichen Leben sicherstellt.
- Abschaffen des diskriminierenden Gutschein-Systems für ALG II Empfänger.
- Rückführung der Staatsschulden und eine transparente Haushaltsführung ohne Schattenhaushalte, in denen faule Kredite für marode Banken versteckt werden.
Die Stellungnahme des dbb zu den Steuersenkungsplänen der Regierung finden Sie hier:
Stellungnahme dbb zur Steuersenkung
DBSH im Interview
Interview mit Herrn Nodes vom Deutschen Berufsverband für Soziale Arbeit über die berufliche Situation von Sozialarbeitern, insbesondere über die hohe Arbeitsbelastung, Arbeitskampfmittel, und seinen Forderungen nach neuen Gesetzen.
Hier finden Sie das Interview zum Anhören oder Herunterladen:
Missachtung der Menschenrechte in Ungarn
In Ungarn wurde der Sozialarbeiter Norbert Ferencz zu drei Jahren Haft verurteilt, weil er gegen ein Gesetz demonstrierte, das Obdachlosen das Durchsuchen von Müll nach Verwertbarem unter Strafe stellt. Dies stellt eine eklatante Missachtung des Menschrechtes auf freie Meinungsäußerung dar.
Wenn Sie unserem Kollegen helfen wollen, können Sie hier eine Petition mit unterzeichnen:
http://SWAN.epetitions.net/
Mehr Informationen finden Sie beim österreiches Berufsverband: http://www.sozialarbeit.at
Die Erklärung und die Forderungen des DBSH e.V. sind auf der Homepage veröffentlicht:
http://www.dbsh.de/html/eingangsseite.html
Neuwahl des Vorstandes im Landesverband Bayern
Am 15. Oktober wurde auf der jährlichen Mitgliederversammlung nicht nur eine neue Landesordnung für Bayern beschlossen, sondern auch ein neuer Vorstand gewählt.
Als erster Vorsitzender wiedergewählt wurde Dr. Winfried Leisgang, sein Stellvertreter ist wie bisher Klaus Prösl. Den dritten Vorstandsposten übernimmt als Finanzreferent Alexander Schuchmann. Alle drei setzen ihre bisherige Vorstandsarbeit fort und sorgen so für Konitiniität in der Arbeit.
Als Beisitzer benannt und von der Mitgliederversammlung bestätigt wurden Volker Elsner und Michael Richter. Neu in den Vorstand berufen wurde Helene Bartels, die Ulrike Faust nachfolgt. Frau Faust verzichtete nach 15 Jahren Vorstandsarbeit in Bayern auf eine erneute Kanditatur. Der Landesvorstand dankte Frau Faust für ihre langjährige intensive und stets konstruktive Mitarbeit im Gremium und freut sich, dass sie als Leiterin der Arbeitsgemeinschaft der christlichen Sozialarbeiter in Bayern weiter aktiv ist.
Mehr Teilhabe von Kindern und Jugendlichen aus armen Familien
Der Fachtag des Landesverbandes Bayern am 15. Oktober setzte sich mit der Situation armer Kinder und Jugendlicher auseinander. Als Referent konnte ein ausgewiesener Experte gewonnen werden: Herr Prof. Dr. Wüstendörfer, der seit Jahren in Zusammenarbeit mit dem ISS und der AWO die Kinderarmut im Raum Nürnberg erforscht.
Arme Kinder und Jugendliche sind in vielen Lebensbereichen und im Bildungssystem benachteiligt und frühzeitige Investitionen in die Förderung armer Kinder lohnt sich volkwirtschaftlich, so sein Fazit des Vortrages.
Mehr zu den Inhalten des Referates von Herrn Prof. Dr. Wüstendörfer finden Sie hier:
DBSH im Interview
Interview mit Herrn Nodes vom Deutschen Berufsverband für Soziale Arbeit über die berufliche Situation von Sozialarbeitern, insbesondere über die hohe Arbeitsbelastung, Arbeitskampfmittel, und seinen Forderungen nach neuen Gesetzen.
Hier finden Sie das Interview zum Anhören oder Herunterladen:
Sicherung der Qualität pädagogischer Arbeit – Positionspapier des DBSH Landesverbandes Bayern
Die Ökonomisierung der Sozialen Arbeit birgt immer die Gefahr, dass bei den Trägern auf Kosten der Fachlichkeit gespart wird. Mittlerweile werden auch Quereinsteigerinnen mit Kurzqualifizierung z.B. in Kindertagesstätten eingesetzt. Der DBSH Landesverband Bayern nahm diese Situation zum Anlass, sich generell zur Sicherung der Qualität im pädagogischen Bereich zu äußern.
Anbei finden Sie die Stellungnahme zum Nachlesen:
Pressemeldung Sicherung pädagogischer Arbeit